Kurt Weill — Dessauer, Jude, Musikrevolutionär, Weltbürger. Vielfältige und neuartige Zugänge zum facettenreichen Leben und Werk des Schöpfers der »Dreigroschenoper« und zahlreicher Broadway-Musicals schafft eine neue Dauerausstellung, die von Plural für das Kurt-Weill-Zentrum Dessau gestaltet wurde. 


Basierend auf der Konzeption des Musikwissenschaftlers Prof. Andreas Eichhorn, eröffnet die Schau vier Zugänge zu Kurt Weill: im Kellergeschoss über inszenierte Objekte, im Erdgeschoss chronologisch nach Lebensorten, im Obergeschoss mithilfe des interaktiven Forschungstisches, der die Besucher digital in den »Kosmos Kurt Weill« eintauchen lässt. Ein Audioguide lässt Weills Musik buchstäblich unter die Haut gehen.


Bei der Ausschreibung für das UNESCO-Weltkulturerbe Neues Meisterhaus überzeugte Plural durch eine zurückhaltende Ausstellungsgestaltung mit höchstem Respekt vor der Architektur und dem Denkmalschutz. Statt klassischer Vitrinen wurden reversible Einbauten und Wandprojektionen realisiert, die Materialien und Farben des Ortes aufgreifen. Der minimalistische Einsatz digitaler Medien ist eine Reverenz an den ehemaligen Hausherrn und Medienkunst-Pionier László Moholy-Nagy.
  


Das Neue Meisterhaus Moholy-Nagy besteht aus einem einzigen großen Raum. Da eine offene Musikbeschallung wegen der schwierigen Akustik stören würde, konzipierten wir einen Audioguide. Er umfasst 99 Werke von Kurt Weill sowie „Audiotableaus“ – kreative Hörspielminiaturen von Theo Roos –, denen  die Schauspielerin Sophie Rois ihre markante Stimme leiht.