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»Ick kieke, staune,
wundre mir.«
Coming soon:
Kurt-Weill-Zentrum in Dessau
versteht mentale Modelle.
Case: Ada Digital Health

1Kontext

Sieben Minuten pro Patient. Operieren oder Reha? Habe ich etwas übersehen? Für den gesunden Zweifel an einer schnellen Diagnose ist kaum Zeit, und für die Zweitmeinung eines Kollegen erst recht nicht.

Wenn man das Risiko von Fehldiagnosen signifikant reduzieren will, muss man verstehen, welchen Denkmodellen ein Arzt folgt.Dr. Martin Hirsch
Der Hirnforscher Dr. Martin Hirsch denkt als Leiter für Forschung und Entwicklung beim Berliner Start-up Ada in die Zukunft. Er interessiert sich vor allem für visuelles »Diagnostic Reasoning« – einen bildhaften Denkprozess, der eine Schlüsselrolle bei kritischen Entscheidungen spielt.

2Was wir getan haben

Plural beschäftigte sich intensiv mit mentalen Modellen und medizinischen Diagnoseprozessen. Wir konzipierten ein interaktives Tool, das den Reasoning-Prozess in einem intuitiven Interface so abbildet, dass es den Ärzten sofort vertraut wirkt. Kein Wunder: Die UX basiert auf dem inneren Dialog, den Ärzte seit ihrer Ausbildung immer wieder trainieren. Er gleicht Beobachtungen mit Vermutungen so lange ab, bis die Diagnose stichhaltig ist.

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Das Interface besteht aus einer zentralen Arbeitsfläche sowie zwei Spalten für Symptome und mögliche Diagnosen. © 2015 Plural

3Was kam dabei heraus?

Nach zahlreichen Skizzen, Abwägungen, Entwürfen und Tests wurde klar: Das visuelle »Reasoning« wird in Zukunft das Rückgrat sämtlicher Services für Ärzte und Patienten bilden, die wir mit Ada entwerfen.

After watching the introduction video and a demo session both GP groups were already able to use the system on their own. (...)
This is especially interesting because the GPs themselves described the system as “sophisticated”.
Dr. Claire Novorol
Nicht nur in klinischen Tests überzeugte die intuitive Bedienung – auch die Jury des internationalen Usability-Awards war überzeugt. Zudem erhielt Ada (damals noch unter dem Namen Medx) den Innovationspreis der Bundesregierung und der deutschen Industrie und ist nun ein »Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2015«.

Ada-Preise
Ada ist Preisträger des Usability Award und »ausgezeichneter Ort im Land der Ideen«.
takes archives from storage to stories.
Case: Der Forschungstisch

1Kontext

Museen und Archive können oft nur einen Bruchteil ihrer Bestände präsentieren. Zu gering ist der Platz an den Wänden, nicht alles ist prominent genug. Doch Kuratoren benötigen einen Überblick über den Gesamtbestand, um unentdeckte Potenziale einer Sammlung ans Licht zu bringen. Besuchern eröffnen die klaren Darstellungen neue Perspektiven auf wissenschaftlich anspruchsvolle Themen und Zusammenhänge.

2Was wir getan haben

Plurals interaktiver Forschungstisch stellt verborgene Verbindungen zwischen den Archivdaten anschaulich dar. Die Visualisierungen kontextualisieren die Exponate und ihre Entstehung und eröffnen neue Perspektiven für die wissenschaftliche Arbeit. Auch für Ausstellungsbesucher sind die vielfältigen Bezüge der Objekte erhellend: Ihnen öffnet sich ein faszinierendes Netz von Werken, Künstlern und Wirkungsorten. Beziehungen der Exponate untereinander und zu anderen Objekten werden deutlich.

Zeitachsen, Lebensläufe, Zusammenhänge, Landkarten, Institutionen<br /> Plural

3Was kam dabei heraus?

Kuratoren mussten früher mit komplizierten Datenbanken arbeiten, um Informationen zu Kunstwerken zu erhalten. Der digitale Forschungstisch mit seinem eleganten und mit Designpreisen ausgezeichneten Interface macht das Arbeiten mit den gespeicherten Informationen leicht. Selbst mit einem Tablet ist das möglich. Und die Museumsbesucher können auf interaktiven Audioguides die multimedialen Inhalte des Forschungstisches auf eine Tour mitnehmen.

Weitere Informationen: Forschungstisch.de

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Recherche im ›analogen‹ Archiv: The Kahn Archives, Detroit © 2014 Plural
Designing the Universität that never sleeps
Case: Hertie School of Governance

1Kontext

Als 2003 die Hertie School of Governance in Berlin als Experiment startete, war der Begriff "governance" in Deutschland nahezu unbekannt. Ein Jahrzehnt später gilt »good Governance« als hoher Wert bei Regierungs- und Unternehmensführungen und in NGOs. Die private Hochschule an der Friedrichstraße hat sich einen Ruf als exzellente Forschungsinstitution aufgebaut und ihre Studienprogramme im internationalen Spitzensegment erfolgreich etabliert.

2Was haben wir getan?

Seit 2006 arbeitet Plural für die Hertie School. Wir betreuen das Corporate Design, gestalten die Kommunikationsmittel und entwickeln intermediale Kommunikationsformate. Mit der ebenfalls von uns gestalteten Publikationsreihe »The Governance Report« gibt die Hertie School seit 2013 jährlich ein internationales Standardwerk in englischer Sprache heraus. 17 Ausgaben lang besorgten wir die Art-Direktion für das monothematische Studierendenmagazin »Schlossplatz3«, das in jeder Ausgabe eine eigene Bildsprache fand. Seit 2015 bringt »The Governance Post« Nachrichten aus der studentischen Governance-Szene ins Netz.

3Was kam dabei heraus?

Auch Universitäten stehen in einem globalen Wettbewerb – gerade die exzellenten privaten Hochschulen wissen das. Klare Markenführung und interkulturelle Kommunikation garantieren Wiedererkennbarkeit und fördern die gegenseitige Sympathie. Auch darum sind wir stolz, für die Hertie School und ihre Studierenden aus 52 Nationen und 15 Zeitzonen arbeiten zu dürfen.

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Titelbild: Berlin Friedrichstraße © Steve Simon, fotosichtweise.de
Vom User zum Besucher: Konzepte für das digitale Museum
Case: Kunstsammlung NRW

1Kontext

Für eine Institution, die mit der Aura des Originals beeindruckt, könnte der freie Online-Zugriff auf die eigene Sammlung bedrohlich wirken. Doch mittlerweile liegen auch für Museen die Chancen der Digitalisierung auf der Hand.

Die Frage lautet nicht mehr »ob«, sondern »wie«. Insbesondere: Wie begegnet man Besuchern, die immer öfter ›User‹ sind? Denn gerade die sind für die internationale Reputation nicht zu unterschätzen.

2Was wir derzeit tun

Mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erarbeiten wir, wie eine exzellente Sammlung ihren Anspruch ›im Digitalen‹ weiter ausbauen kann. Um die hohen Standards in Bildung und Vermittlung auszuspielen, loten wir für die neue Sammlungspräsentation individuelle Zugänge und verschiedene Inhaltsformate aus.

Wir setzen die neuen und zukünftigen digitalen Möglichkeiten ein, um der Komplexität unseres sich erweiternden Wissens gerecht zu werden. Bewusst wählen wir Darstellungsformen, die trotz dieser wachsenden Komplexität die Aussagen anschaulich machen.Aus der Digitalstrategie der Kunstsammlung NRW
Vor dem Hintergrund einer Recherche über Museen im angelsächsischen Raum und mit unserem Verständnis von Kultur und Abläufen in Museen hierzulande entwickeln wir mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine Digitalstrategie, welche die steigenden Ansprüche an komfortable Serviceangebote wie auch an eine beeindruckende Präsentation umspannt.

Kurz: Es geht nicht darum eine neue Website zu gestalten, sondern digitale Services.

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Passgenaue Zugänge für unterschiedliche Nutzergruppen © 2015 Plural, Dario Coelho

3One more thing

Die Zukunft von Museen ist der ›Anti White Cube‹: Die internationale Forschung beginnt Kunstwerke als Knotenpunkte in einem Geflecht aus zahlreichen noch unerzählten Geschichten zu begreifen.

Die Kulturstiftung des Bundes wählte die Kunstsammlung NRW zusammen mit der Berliner Nationalgalerie für ein ehrgeiziges Forschungsprojekt aus: »Museum Global« wird zahlreiche neue thematische, historische und politische Perspektiven auf Künstler und Werke beleuchten. Gemeinsam mit Plural wird die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Möglichkeiten des Digitalen für »Museum Global« ausloten. Wir freuen uns darauf.

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Plural entwirft Szenarien, wie sich Kunstwerke vielfältig kontextualiseren lassen könnten. © 2015 Plural, Dario Coelho
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Titelbild: Das K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen © Katja Illner
Visuell denken, zusammenarbeiten und kommunizieren.
Coaching: Work visually!

1Work visually!

Die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge klar darzustellen, ist unbezahlbar – insbesondere wenn das Publikum mit dem Thema noch nicht vertraut ist. Eine einfache, präzise Präsentation veranschaulicht neue Ergebnisse und bringt Gedanken und Hypothesen in eine nachvollziehbare Form.

Denkmodelle grafisch zu formulieren hilft Gedanken zu strukturieren, zu reflektieren und prägnant auf den Punkt zu bringen. Präzise Modelle erleichtern das gegenseitige Verständnis in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Sie ermöglichen erfolgreiche Kommunikation mit Förderern und Ansprechpartnern in Politik, Wirtschaft und Medien.

In ein- bis zweitägigen Coachings auf Deutsch oder Englisch finden wir die richtige Form, um das Wesentliche aus Hypothesen und Forschungs- ergebnissen effektiv auf den Punkt zu bringen: für Poster, Projektwebsites und Fachpublikationen wie auch für PR-Materialien, Wissenschaftskommunikation und Fördermittelanträge.

2Strukturieren, reflektieren und präsentieren

Ein komplexes, abstraktes Thema in einem linearen Text abzuhandeln ist schwer genug. Noch schwerer fällt es, das Thema transdisziplinär knapp zu vermitteln. Die Arbeit an der konkreten Darstellung zahlt sich aus: Ein intelligentes Modell stellt vieldimensionale Themen komprimiert und dabei mehrschichtig dar. Es erleichtert und inspiriert interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Auch bei Institutspräsentationen hilft es, Wissenschaft anschaulich zu vermitteln. Selbst Abstraktes erschließt sich fachfremden Kollegen und wird der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

Mögliche Anlässe:

Posterpräsentationen für Vorträge, Kongresse und Tage der offenen Tür sowie Projektwebsites oder Strategie-Präsentationen des Instituts

Doktorandenprogramme zur Präzisierung von Forschungsansätzen

Transferable-Skills-Trainings zur Förderung von Forschern zur trans- disziplinären Arbeit mithilfe gemeinsamer Denkmodelle/›shared models‹

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3Modelle für Forschung und Kommunikation

In den Workshops und Coachings entwerfen wir prägnante Visualisierungen, Poster und Forschungs-Websites, die inhaltliche Genauigkeit, Verständlichkeit und wahrnehmungspsychologische Gestaltungsaspekte sorgsam ausbalancieren. Ziel ist ihr Einsatz als:

Einprägsames Denkmodell zur Vermittlung abstrakter Themen

Thematische »Landkarte« als Leitfaden für den eigenen Vortrag

Prototypisches Thesenmodell zur kritisch-konstruktiven Reflexion

Ein einprägsames Modell bleibt Zuhörern selbst nach einer Vielzahl von Präsentationen im Gedächtnis. Während des Vortrags dient die schematische Darstellung der zentralen Aspekte als »Landkarte« für den Vortrag. In der Kaffeepause sehen Zuhörer auf dem Poster nochmals Details nach oder nutzen es als Ausgangspunkt für Diskussionen.

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4Produktiver Perspektivenwechsel

Der wissenschaftliche »Modellbau« mit grafischen Parametern, Begriffen und Texten stellt die Forschungsarbeit nicht nur dar: Zu entwerfen bedeutet reflektiert zu strukturieren, was oft zu weiteren Hypothesen führt.

Da die Visualisierung den Inhalt in visuelle Sprache übersetzt, wirkt statt verbaler Grammatik eine visuelle Logik, die fast von selbst neue Perspektiven auf das Thema eröffnet.

5Gestaltpsychologische Skills

Der Workshop vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die sinnvolle Verwendung grafischer Variablen und der wahrnehmungs­psychologischen Gestaltgesetze. Dies befähigt die Teilnehmer Denkmodelle zu entwerfen, zu präzisieren und durch Varianten­bildung neue Perspektiven auf ihre Hypothesen zu gewinnen.

+49 30 38107777
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